Medizinforschung

Medizinforschung wird als Oberbegriff für verschiedene Teilaspekte der Forschung in allen Bereichen der Medizin verwendet. Sinn und Zweck der Forschung sind u. a. die Neu- und Weiterentwicklung von Methoden zur Behandlung von Krankenheiten aller Art. Dies umfasst auch neue oder geänderte Verfahren in der Operations-Technik. Die Medizinforschung wendet neu entwickelte und geänderte Therapien im Praxistest an und wertet die Ergebnisse aus. Dies beinhaltet auch Langzeitstudien, um Medikamente auf eventuelle Nebenwirkungen hin zu überprüfen.

Zuständig für die Medizinforschung sind Kliniken oder speziell dafür eingerichtete Forschungsinstitute. Noch längst sind nicht alle Krankheiten der Menschheit erforscht bzw. heilbar, weshalb der Medizinforschung eine sehr wichtige Bedeutung zukommt. Schwerpunkte der Medizinforschung sind die Suche nach Impfstoffen bzw. Medikamenten für bisher nicht heilbare oder schwere Krankheiten. Ein weiterer Fokus liegt auf der Forschung nach der menschlichen Lebenserwartung sowie allgemeine medizinische Studien zum Thema Prävention, Gesundheit, Ernährung und Körperdiagnostik. Auch alternative Heilmethoden werden auf ihre Wirkung hin überprüft oder sogar verworfen. Viele Krankenkassen übernehmen alternative Heilmethoden nur dann, wenn die gewünschte positive Wirkung in medizinischen Forschungen und Studien hinreichend nachgewiesen wurde.

Die Medizinforschung ist so vielfältig wie ihre Teilgebiete. Der Bedarf ist sehr groß, da die menschliche Lebenserwartung erwartungsgemäß steigt und medizinische Probleme im Zusammenhang mit dem Alter entsprechend zunehmen. Beste Beispiele hierfür sind Herz-/Kreislauferkrankungen, Alters-Diabetes sowie Krebs-Erkrankungen. Gerade auf dem Gebiet der Krebsforschung wurde in den letzten Jahren intensiv an Forschungen und Studien gearbeitet.

Bis ein neu- oder weiterentwickeltes Mittel oder Medikament auf den Markt kommt, hat es zahlreiche Forschungen und Tests hinter sich. Es folgt die Erprobung mit Tierversuchen. Die Erprobung am Menschen bildet den Schluß, wobei die Versuchspersonen freiwillig an den Tests teilnehmen. Die Medizinforschung an Medikamenten kann daher viele Jahre dauern, bis das Präparat zulassungsreif und somit marktreif ist.

Ein weiteres Teilgebiet ist die Forschung an neu- oder weiterentwickelten technischen Hilfsmitteln für die Diagnostik, Operations-Technik und Patienten-Unterstützung. Die speziell darauf ausgerichteten Institute arbeiten daher oft eng mit ingenieurwissenschaftlichen Instituten zusammen. Die gewonnen Daten und Erkenntnisse werden in der Regel heute auf modernen Server elektronisch archiviert, um möglichst wenig Papier zu verwenden. Zudem haben digital archivierte Daten den Vorteil, dass man Details mittels einer Suchfunktion schneller und direkter finden kann.

Finanziert wird die Medizinforschung aus staatlichen Mitteln, durch private Spenden und Stiftungen und von Unternehmen aus der Pharma-Industrie. Fördermittel aus der Pharma-Industrie werden oft diskutiert, da der Interessenlage der Pharma-Unternehmen ein zu großes Gewicht beigemessen wird.

Experten sind der Ansicht, dass sich im Bereich der medizinischen Forschung gerade in der jüngsten Vergangenheit sehr vieles getan hat. Hilfreiche Medikamente konnten entwickelt und Behandlungsmethoden weiter ausgebaut werden - in der Tat eine gute Sache. Seit vielen Jahren jedoch hat sich das gute, alte Stetoskop im Rahmen ärztlicher Untersuchungen immer wieder als hilfreich und unverzichtbar erwiesen. Und so wird es wohl auch noch in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen.

Die Medizinforschung in der heutigen Zeit ist zwar in den meisten medizinischen Fachbereichen schon sehr weit gediehen. Aber wenn es um eine fundierte Burnout Prävention geht, scheiden sich mitunter noch immer die Gelehrten. Sicherlich: Burnout ist mittlerweile zu einem echten Mode-Thema in unserer Gesellschaft geworden, aber dennoch gestaltet sich eine erfolgversprechende Behandlung in der Regel sehr langwierig. Bleibt zu hoffen, dass sich im Hinblick auf die medizinische Forschung möglichst in den nächsten Jahren noch ein bisschen mehr tut....